Cristiano dos Santos

Cristiano dos Santos Rodrigues (* 3. Juni 1981 in Brasilia) war ein brasilianischer Stürmer, der mit seinem Landsmann Sergio vom Publikumsliebling zu "Judas" ging. Spielte in den Niederlanden für Roda JC und Willem II.

NAC Breda

Es war Spieleragent Marc van Hoof, der Cristiano zusammen mit seinem Landsmann Sergio zu einem Vertrag in Breda verhalf. Die Clubleitung von NAC träumte von Samba im Fujifilm-Stadion und rieb sich in die Hände. Die potenziellen Publikumslieblinge würden sicherlich eine hohe Ablösesumme generieren, dachte man.

Im November 1999 gab der Brasilianer sein Eredivisie-Debüt im Volendamse Veronica Stadium. Mit einem 1:3-Sieg wurden die Punkte nach Breda gebracht. Es war jedoch sein einziges Spiel in dieser Saison und nachdem NAC aus der Eredivisie abgestiegen war, musste er ein Jahr auf eine Fortsetzung seines Eredivisie-Abenteuers warten. Auf der zweiten Ebene der Niederlande wurde die Geduld des Brasilianers auf die Probe gestellt. Er spielte nur 10 Spiele. Sein Beitrag zur Meisterschaft – den nac sofort in die Eredivisie zurückbrachte – war daher gering.

Zurück auf höchstem Niveau kam der Brasilianer schließlich mit Trainer Henk ten Cate ins Spiel. in zwei Spielzeiten erzielte er sechzehn Tore in 59 Spielen. Dank seines guten Spiels belegte NAC Mitte der Saison 2001/2002 den vierten Platz.

Das fanatische Publikum trug Cristiano und auch Sergio auf den Händen, aber trotzdem kühlte sich die Liebe auf lange Sicht ab. Die Traumtransfergebühr sah das Board in Rauch aufgehen. Cristiano und sein Partner Sergio unterschrieben einen Vertrag mit Roda JC, der dafür sorgte, dass beide Brasilianer im Sommer transferfrei nach Kerkrade abreisen.

Roda JC

Der Verein aus Kerkrade war verpflichtet, den Mindestlohn für Spieler außerhalb der Europäischen Union von fast 800.000 Gulden zu zahlen. NAC musste diese Bedingung nicht erfüllen, da beide Brasilianer schon seit einiger Zeit im Verein waren. Das konnte sich der Verein überhaupt nicht leisten. NAC fühlte sich betrogen und die Unterstützer waren wütend. Unter Polizeieskorte mussten sie in den Bus der Spieler eskortiert werden. "Judases" und "Defektoren" riefen die Transparente im Fujifilm-Stadion. Für Henk ten Cate war es kein Grund, seine besten Spieler nicht zu erarbeiten. Er war jedoch nicht glücklich über die Art und Weise, wie die Dinge liefen: "Ich frage mich, ob sie in ihren Herzen glücklich sind. Aber ja, Geld kann viel bezahlen.

Auch bei Roda JC konnte Cristiano dos Santos Rodrigues mit einem Startplatz rechnen. In 78 Spielen traf er 30 Mal. Eine feine Moyenne. Nach drei Spielzeiten wollte er es höher versuchen. Es gab jedoch keine interessanten Vereine aus dem Ausland. ADO Den Haag und sein alter Verein NAC waren von den Diensten des Brasilianers angezogen, aber sie konnten seine finanziellen Anforderungen nicht erfüllen. Cristiano wechselte schließlich eine Saison später in die Schweiz, wo er den FC Basel von seiner Fähigkeit überzeugt hatte. Doch nach sieben Spielen, in denen er einmal traf, war dieses Abenteuer schon vorbei. Willem II befreite den Angreifer im Winter 2007 aus einer aussichtslosen Situation im St. Jakob-Park.

Adelaide United

Nach zwei Jahren gegen den Abstieg verließ der agile Brasilianer Willem II. und verbrachte seine letzten Jahre als Profifußballer bei Adelaide United in Australien. Bei Tarxien Rainbows in Malta, wo er mit seinem ehemaligen Teamkollegen und Landsmann Sergio wieder vereint wurde, spielte er ein Jahr, in dem er 18 Mal in 20 Spielen traf. Der Stürmer spielte auch eine halbe Saison in Honduras. Hier bewegte er sich schnell, weil die Lebensbedingungen zu gefährlich waren. Verwandte von Teamkollegen wurden entführt und für viel Geld freigelassen. Aus Cristiano Grund, seine Frau und seine Kinder nicht in das mittelamerikanische Land zu bringen. Nach dem Abenteuer Honduras zog sich Cristiano aus dem Profifußball zurück.

Cristiano dos Santos, der bei der South Australian Football Association (FFSA) angestellt ist, fördert nun Futsal und gibt Kliniken. "Große Namen wie Cristiano Ronaldo, Ronaldinho und Messi begannen mit Futsal, bevor sie auf das Spielfeld kamen, es ist ein wichtiger Teil Deiner Entwicklung", sagt der Brasilianer, der im Alter von sieben Jahren selbst auf der Straße Fußball spielte. Und er genießt es jeden Tag: "Es ist schön, die Entwicklung unter den jungen Leuten zu sehen", sagte Cristiano der Lokalzeitung. Noch ein wenig Samba im australischen Interieur.

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