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Matthias Sammer (1967)

Matthias Sammer (5. September 1967), seit 2012 technischer Direktor bei Bayern München, ist natürlich am bekanntesten als harter, wilder Libero.

Matthias Sammer wuchs in Dresden auf, wo er im Alter von 9 Jahren zu Dynamo Dresden kam. 1986 gab er sein erstes Teamdebüt unter seinem Vater Klaus Sammer, dem damaligen Cheftrainer von Dresden. Sammer, der damals noch Stürmer war. In dieser Saison erzielte er acht Tore. In der Saison 1986/87 wurde Sammer in einen offensiven Linksverteidiger verwandelt. 1989 gewann Sammer mit Dresden seinen ersten Pokal. Der Verein wurde Meister in der DDR-Oberliga und erreichte in diesem Jahr auch das Halbfinale des UEFA-Pokals, in dem er vom westdeutschen Stuttgart ausgeschieden war. Ein Jahr später gewann Dresden das Doppel: Titel und Pokal.

1990 tauschte Sammer Dresden gegen den VfB Stuttgart, den Verein, der im Halbfinale des UEFA-Pokals 1989 noch zu stark war. In der Saison 1991/92 wurde der rothaarige Mittelfeldspieler erstmals Meister in der Bundesliga und nach zwei Spielzeiten in Stuttgart ging Sammer ins Ausland. 1992 unterschrieb er in Italien bei Internazionale, dem italienischen Verein, in dem seine Landsleute Lothar Matthäus, Jürgen Klinsmann und Andreas Brehme kurz zuvor gespielt hatten. Sammer hatte eine gute Zeit sportlich. Er hatte viel Spielzeit und traf unter anderem im Top-Match gegen Juventus. Der Deutsche konnte sich jedoch nicht an den italienischen Lebensstil anpassen und kehrte bereits nach wenigen Monaten in seine Heimat zurück.

Im Januar 1993 unterzeichnete Sammer einen Vertrag mit Borussia Dortmund. In der Saison 1993/94 setzte ihn Trainer Ottmar Hitzfeld erstmals als Libero ein. Sammer, der einst als Stürmer begann, wurde nun angewiesen, die Angreifer des Gegners auszuschalten. Zu dieser Zeit war es eine Lösung für die vielen Verletzungen, die zu dieser Zeit dort waren. Am Ende stellte sich heraus, dass es sich um ein taktisches Master-Set handelte. In kürzester Zeit entwickelte sich Sammer zu einem der am meisten gefürchteten Liberos seiner Generation. Sammer gewann 1995 und 1996 mit Dortmund die nationale Meisterschaft. In beiden Spielzeiten wurde Sammer zum deutschen Fußballer des Jahres gewählt.

Dortmund erreichte in der Saison 1996/97 als erster deutscher Verein das Finale der UEFA Champions League. Das Team von Trainer Hitzfeld gewann 3: 1 gegen Juventus. Sammer spielte das gesamte Spiel und erhielt als Kapitän als erster den Pokal mit den großen Ohren.

Am 4. Oktober 1997 spielte Sammer sein letztes Spiel auf höchstem Niveau. Der 31-jährige Sammer wurde am Knie schwer verletzt und spielte im Verlauf der Saison 1997/98 nicht mehr. 1998 beendete er seine Karriere als Spieler.

Ab dem 16. Lebensjahr durchlief er alle Jugendabteilungen der DDR-Nationalmannschaft. 1986 wurde er Europameister in der Nationalmannschaft unter 18 Jahren. Die DDR gewann im Finale mit 3: 1 gegen Italien. Sammer erzielte kurz vor der Pause das zweite deutsche Tor. Ein Jahr später belegten die unter 20-Jährigen bei der Weltmeisterschaft in Chile den dritten Platz.

Am 19. November 1986 gab Sammer sein offizielles Debüt in der Fußballmannschaft der Deutschen Demokratischen Republik. Im Zentralstadion durfte er dann in einem EM-Qualifikationsspiel gegen Frankreich (0: 0) spielen.

In den ersten Jahren war Sammer hauptsächlich ein Ersatz für die Nationalmannschaft. Erst ab 1988 bekam er einen festen Platz im Team. Sammer hat es nie geschafft, sich mit der DDR für eine Europameisterschaft oder eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Am 12. September 1990 bestritt er das letzte offizielle Spiel der DDR gegen Belgien. Sammer war Kapitän im Freundschaftsspiel und erzielte zwei Treffer. Nach der deutschen Wiedervereinigung schlossen sich auch die Nationalmannschaften West- und Ostdeutschlands wieder zusammen. Sammer war der erste Spieler aus der ehemaligen DDR, der von Nationaltrainer Berti Vogts für die deutsche Fußballnationalmannschaft ausgewählt wurde. Am 19. Dezember 1990 bestritt er sein erstes Länderspiel für Deutschland gegen die Schweiz.

Zwei Jahre später nahm Sammer 1992 an der Europameisterschaft in Schweden teil. Deutschland verlor bei diesem Turnier im Finale gegen Dänemark mit 0: 2. Bei der Weltmeisterschaft 1994 in den USA überlebte Deutschland die Gruppenphase ohne Probleme. Danach eliminierte es Belgien mit 3: 2. Im Viertelfinale verlor Deutschland ohne Sammer überraschend gegen Bulgarien (1: 2). 1996 erreichte Deutschland zum zweiten Mal in Folge das Finale der Europameisterschaft. Diesmal haben die Deutschen die Tschechische Republik übernommen. Sammer spielte das gesamte Spiel als Libero und sah, wie sein Team nach einem goldenen Tor von Oliver Bierhoff mit 2: 1 gewann. Sammer, der ein hervorragendes Turnier gespielt und mit Dortmund auch deutscher Meister geworden war, wurde 1996 zum europäischen Fußballer des Jahres gewählt.

Nach seiner Karriere wurde Matthias Sammer Trainer von Borussia Dortmund und VfB Stuttgart. 2006 wechselte er zum Deutschen Fußballverband, um dort als technischer Direktor zu arbeiten. Er mochte die Position und entschied sich 2012 erneut dafür, aber bei Bayern München. (Foto: Wikipedia)

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