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Klasse Ingesson (1968 – 2014)

Klas Ingesson (20. August 1968 – 29. Oktober 2014) spielte Anfang der neunziger Jahre eine Saison beim PSV Eindhoven, für die er 12 Spiele bestritt. 2014 war die Fußballwelt von seinem Tod schockiert.

IFK Göteborg, KV Mechelen, PSV, Sheffield Mittwoch, Bari, Bologna, Olympique Marseille, Lecce. Dies sind die Vereine, die mit Klas Ingesson verbunden sind und bleiben, dem Schweden, der in 58 Länderspielen dreizehn Tore erzielt hat. Der Schwede spielte in der Saison 1993-1994 in Eindhoven Fußball. Danach erreichte er mit seiner Heimat den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in den USA im Sommer 1994. In Schweden wurde er "Klabbe" genannt.

Ingesson, von Beruf Mittelfeldspieler, begann seine Karriere beim nationalen Meister IFK Göteborg. Hier wuchs vom Talent zum Basiskunden. Nach 59 Spielen (drei Tore) wurde er von noch größeren Vereinen "entdeckt". 1990 wechselte er deshalb zu KV Mechelen, wo er bald zu einer der Hauptstützen des Teams wurde und "gutes Wetter machte", wie es in Belgien lyrisch heißt. Nach einigen Monaten sprach er bereits perfekt Niederländisch und René Eijkelkamp wurde sein bester Freund. 1993 wurde er von Aad de Mos zum PSV gebracht. Trainer De Mos sah in ihm den idealen Mann, um dem Mittelfeld körperliche Stärke zu verleihen. Aber davon kam er schnell zurück.

Nach nur einer Saison durfte Ingesson "die Stadt des Lichts" gegen Mittwoch, den Verein aus Sheffield, tauschen. Der PSV erhielt 2,5 Millionen Gulden für den Mittelfeldspieler, der in Eindhoven als zu leicht empfunden wurde und nicht mehr zur A-Auswahl gehörte. Für Ingesson gab es auch Interesse von Liverpool, IFK Göteborg, Benfica und Arsenal. Diese Vereine schieden jedoch aus, als der PSV zunächst nach drei Millionen Gulden fragte. Leider war er in zwei Spielzeiten kein fester Bestandteil von Sheffield Wednesday.

Danach spielte der große blonde Schwede von 1 Meter 90 mit Flachsbart in der italienischen Serie A, wo er zunächst für 2,2 Millionen Gulden beim AS Bari und dann bei Bologna zu einer wertvollen Kraft heranwuchs. In Bari erzielte der Mittelfeldspieler in zwei Spielzeiten 94 Spiele (elf Tore) und in Bologna in 64 Spielen vier Tore. Mit letzterem Verein gelang es ihm 1998 auch, den UEFA Intertoto Cup zu gewinnen.

Im Jahr 2000 beschloss er, die Serie A zu verlassen und sein Glück bei Olympique Marseille zu versuchen, wo es ihm schwer fiel, der Gruppe beizutreten. Nach einem halben Jahr in der Ligue 1 ließ er sich an US Lecce vermieten, das sich in dieser Saison in der Serie A nur knapp behaupten konnte. Da Ingesson keine Rückkehr zu Olympique Marseille wünschte, wo er noch einen laufenden Vertrag hatte, entschied er sich 2001 beendete er seine aktive Karriere.

Nicht mehr mit langen Schritten und hoher Geschwindigkeit an der Seitenlinie fliegen, sondern ab und zu angeln und ein Bier trinken. Auch nicht mehr die Strafen nehmen, aber immer noch der Mann des Kautabaks. Während der Wettbewerbe legte er einen Streifen Snus – wie er in Schweden heißt – unter seine Oberlippe. Er kehrte nach Schweden zurück und wurde Trainer von IF Elfsborg. Auch wenn das am Ende im Rollstuhl passiert ist.

Der "schwedische Stefan Effenberg" bestritt 58 Länderspiele. Er war bei der Weltmeisterschaft 1990, der Fußball-Europameisterschaft 1992 und der Weltmeisterschaft 1994 aktiv, wo er mit Schweden den dritten Platz belegte. Klas debütierte am 31. Mai 1989 im Freundschaftsspiel gegen Algerien (2: 0) in Örebro. In diesem Spiel kam er nach 26 Minuten für Robert Prytz und erzielte bei seinem Debüt beide schwedischen Treffer. Ein wirklich exzellentes Debüt! Am Ende gelang es ihm, dreizehn Mal für sein Heimatland zu punkten.

Im Jahr 2009 wurde bekannt, dass Klas Ingesson an einer Form von Leukämie leidet. Ein Jahr später wurde er nach einer Stammzelloperation für geheilt erklärt, aber die Krankheit kehrte Anfang des Jahres zurück. In letzter Zeit litt er vor seinem Tod an einer anhaltenden Erkältung. Er musste schließlich am 29. Oktober 2014 sterben. Ingesson war erst 46 Jahre alt.

(Foto: Wikipedia)

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